Ölpastellkreiden für kräftige Farben ohne Farbstaub
Das Blatt liegt auf dem Küchentisch, und nach zehn Minuten ist aus einem grauen Himmel ein Sonnenuntergang geworden, in dem Orange und Rot ineinanderlaufen. Die Finger sind bunt, aber auf dem Tisch verteilt sich kein feiner Farbstaub.
Ölpastellkreide ist eine weiche Malkreide aus Farbpigmenten, die mit Öl und Wachs gebunden sind, meist mit Mineralwachs. Sie gehört zur Familie der Pastellkreiden und wird im Alltag oft auch Ölkreide genannt. Eingesetzt wird Ölpastellkreide im Kindergarten, im Kunstunterricht der Grundschule und der weiterführenden Schule sowie beim Malen in der Freizeit.
Was eine Ölpastellkreide für die Schule ausmacht
Für die Schule zählen bei Ölpastellkreide vor allem Deckkraft, Weichheit und eine stabile Kreidenstärke. Typische Schulkreiden sind etwa 7 cm lang und 10 bis 11 mm dick. So liegen die Kreiden sicher in Kinderhänden und halten mehr Druck aus als dünne Stifte. Hochpigmentierte Ölpastellfarben bleiben auch auf farbigem Papier kräftig.
- Deckkraft und Leuchtkraft - viele Pigmente decken auch dunkles Papier - wichtig für große, kräftige Flächen
- Weiche, cremige Konsistenz - die Farben lassen sich mit dem Finger verwischen und zu Farbverläufen mischen - für Kinder, die gern experimentieren
- Lichtechtheit - lichtechte Pigmente verblassen am Fenster oder an der Pinnwand langsamer - für Bilder, die länger hängen sollen
- Papierbanderole - die Ummantelung hält die Finger sauberer und stabilisiert die Kreide - vor allem für jüngere Kinder
Ölpastellkreide, Pastellkreide oder Wachsmalstift
Ölpastellkreide unterscheidet sich von klassischer Pastellkreide durch ihren Ölanteil. Klassische Pastellkreide, auch Softpastell genannt, enthält weder Öl noch Wachs. Beim Malen gibt sie feinen Farbstaub ab und verwischt schon bei leichter Berührung. Im Gegensatz dazu haftet Ölpastellkreide sofort und staubt nicht, deshalb ist sie für Kinderhände und das Klassenzimmer die praktischere Pastellkreide.
Wachsmalstifte bestehen überwiegend aus Wachs und sind härter als Ölpastellkreiden. Für die ersten Malversuche im Kleinkindalter sind Wachsmalstifte deshalb oft die robustere Wahl. Ölpastellkreiden sind weicher, leuchten stärker und lassen sich deutlich besser mischen.
Mit Ölfarben aus der Tube hat Ölkreide das Öl gemeinsam, nicht aber die Handhabung. Die Kreide wird direkt aufgetragen und braucht keine Trocknungszeit, Pinsel und Palette bleiben im Schrank.
Welche Ölpastellkreide zu welchem Alter passt
Ölpastellkreiden eignen sich für Kinder ab dem Kindergartenalter, weil die dicken Kreiden ohne viel Druck kräftige Farbe abgeben. In der Grundschule gehören sie im Kunstunterricht häufig zur Schulliste. Ab der weiterführenden Schule nutzen Jugendliche Ölpastellkreide gezielter und lernen Maltechniken wie Schichten, Verwischen, Kratztechniken und Schabetechniken.
Notwendig ist eigene Ölpastellkreide, wenn die Schulliste sie verlangt. Sinnvoll ist sie für Kinder, die gern flächig und farbintensiv malen. Neon- oder Metallicfarben sind eine optionale Ergänzung. Im Kindergarten entstehen so die ersten Kunstwerke: Eine einzige grüne Kreide füllt ein ganzes Blatt mit Wiese, ohne beim Aufdrücken zu knicken.
Auf Zeichenpapier, Tonpapier und Karton malen
Ölpastellkreide haftet auf fast jedem Malgrund: Zeichenpapier, Tonpapier, Karton, Holz und Leinwand. Als Utensil für den Kunstunterricht sind ein fester Zeichenblock und farbiges Tonpapier die praktischsten Ergänzungen. Ölpastellkreide lässt sich mit beiden kombinieren, weil die deckenden Farben auf glattem und leicht rauem Papier gleichermaßen halten.
Besonders stark wirken die Farben auf dunklem Tonpapier. Im Kunstraum liegt schwarzer Karton aus, und die gelben und pinken Striche leuchten darauf wie ein Feuerwerk über der Stadt.
Schulqualität und Künstlerkreiden im Überblick
Ölpastellkreide gibt es in zwei Qualitätsstufen: Schulqualität und Künstlerqualität. Kreiden in Schulqualität sind auf kräftige Farben, robuste Kreiden und einfache Handhabung ausgelegt. Damit sind sie die übliche Wahl für Kindergarten und Schule. Künstlerkreiden sind teurer, bieten deutlich mehr Farbtöne und werden oft einzeln zum Nachkaufen angeboten.
Für Jugendliche, die in der Freizeit viel malen, kann der Umstieg auf Künstlerkreiden später sinnvoll sein. Für den Unterricht reicht Ölkreide in Schulqualität in der Regel aus.
Die passende Ölpastellkreide für Dein Kind wählen
Die passende Ölpastellkreide hängt vor allem vom Alter Deines Kindes und vom Einsatz im Unterricht ab. Vier typische Situationen zeigen, welche Wahl sich jeweils anbietet:
- Schulliste nennt Ölpastellkreide - dann Ölpastellkreide in Schulqualität, weil sie für den Kunstunterricht vollständig ausreicht
- Kind malt gern große Flächen und Verläufe - dann weiche, stark deckende Ölpastellkreide, weil sie sich gut verwischen und mischen lässt
- Kind ist noch sehr jung und drückt fest auf - dann zunächst Wachsmalstifte, weil sie härter und unempfindlicher sind
- Kind zeichnet feine Linien und kleine Details - dann eher Buntstifte oder Künstlerfarbstifte, weil dicke, weiche Kreiden nur breite Striche erzeugen
Die Ölpastellkreiden auf schulsachen.de sind für Kindergarten, Schule und das Malen in der Freizeit ausgelegt.
Ölpastellkreiden bewahrst Du am besten im Kartonetui an einem kühlen Ort auf, weil Öl und Wachs bei Wärme weich werden. Auf der Heizung oder im Sommer im Auto verformen sich die Kreiden schnell. Zerbrochene Stücke musst Du nicht wegwerfen: Kurze Reste eignen sich gut für breite Flächen, wenn Dein Kind sie seitlich über das Papier zieht.
Ein Fixativ ist bei Ölpastellkreide nicht zwingend nötig, weil Öl und Wachs die Farbe direkt auf dem Papier halten. Ganz fest wird die Oberfläche allerdings nie, sie bleibt leicht weich und kann abfärben. Lege deshalb ein Blatt Papier zwischen fertige Bilder, bevor Du sie stapelst oder in eine Mappe steckst.
Klassische Ölpastellkreide ist nicht wasserlöslich und lässt sich deshalb nicht mit Wasser vermalen. Verdünnen lässt sich die Farbe mit Terpentinöl oder Terpentinersatz, dann verläuft sie ähnlich wie Aquarellfarbe. Probierst Du das mit Deinem Kind aus, bleibt das Lösungsmittel in Deiner Hand, und der Raum sollte gut gelüftet sein. Kreiden, die mit Wasser vermalbar sind, bilden eine eigene Produktart.
Radieren lässt sich Ölpastellkreide nicht. Kleine Fehler kratzt Du am besten vorsichtig mit einem Plastikmesser oder Holzspatel ab und malst die Stelle danach neu. Weil Ölpastellkreiden stark decken, lässt sich eine Stelle oft auch mit einer anderen Farbe übermalen. Manchmal wird der Fehler so einfach Teil des Bildes.
Bei der Kratztechnik malt Dein Kind ein Blatt zuerst flächig mit hellen Ölpastellkreiden aus und deckt es danach mit einer dunklen Schicht ab. Mit einem Holzstäbchen oder einer aufgebogenen Büroklammer kratzt es anschließend Linien frei, und die bunten Farben kommen zum Vorschein. Im Kunstunterricht der Grundschule ist die Technik ein häufiges Thema.
Ölpastellkreiden bewahrst Du am besten im Kartonetui an einem kühlen Ort auf, weil Öl und Wachs bei Wärme weich werden. Auf der Heizung oder im Sommer im Auto verformen sich die Kreiden schnell. Zerbrochene Stücke musst Du nicht wegwerfen: Kurze Reste eignen sich gut für breite Flächen, wenn Dein Kind sie seitlich über das Papier zieht.
Flecken von Ölpastellkreide behandelst Du am besten wie Fettflecken, weil Öl und Wachs im Stoff sitzen. Ein Tropfen Spülmittel oder etwas Gallseife, kurz eingerieben, löst das Fett vor der Wäsche. Danach wäschst Du das Teil nach Pflegeetikett. Damit es gar nicht so weit kommt, hilft im Kunstunterricht ein Malkittel.
Ölpastellkreiden, die ausdrücklich für Kindergarten und Schule angeboten werden, sind laut Herstellerangaben in der Regel für Kinder geeignet. Verlässlich sind dabei nur die Angaben auf der Verpackung, etwa zu Schadstoffen und zum empfohlenen Alter. Kleine Kinder begleitest Du beim Malen trotzdem, weil abgebrochene Stücke nicht in den Mund gehören.