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Was zu einem sauberen Schnitt mit dem Messerstift gehört

Zum Einsatz kommen Messerstifte meist ab der weiterführenden Schule: im Kunstunterricht, für Referatsplakate, Schablonen und Modellbau. Die Schneideunterlage gehört dabei jedes Mal mit auf den Tisch.

Messerstifte sind Bastelmesser in Stiftform, bei denen eine kurze, spitze Klinge in einem schlanken Griff sitzt. Geführt werden sie wie ein Bleistift, wodurch feine Konturen und exakte Innenausschnitte gelingen. Schneideunterlagen sind feste Kunststoffplatten, die beim Schneiden unter das Material gelegt werden. Die Unterlage schützt die Tischplatte und schont die Klinge.

Griff, Klinge und Drehkopf beim Messerstift

Über Präzision und saubere Schnitte entscheiden beim Messerstift vor allem Griff, Klingenart und Ersatzklingen. Ein Griff mit rund 8 mm Durchmesser liegt ähnlich wie ein Bleistift in der Hand. Eine geriffelte Griffzone verhindert, dass die Finger beim Schneiden abrutschen. Griffe aus Aluminium bleiben leicht und trotzdem formstabil. Im Handel heißt das Werkzeug auch Schneidestift.

  • Feste Klinge - schneidet gerade Linien und spitze Ecken exakt - für Schablonen, Passepartouts und Modellbauteile
  • 360-Grad-Drehkopf - die Klinge dreht sich mit der Schnittrichtung - für Kreise, Bögen und geschwungene Formen
  • Ersatzklingen - eine stumpfe Klinge wird getauscht statt des ganzen Werkzeugs - für alle, die regelmäßig schneiden
  • Runder, symmetrischer Griff - ohne feste Seitenausrichtung - für Links- und Rechtshänder gleichermaßen

Einzelner Messerstift, Drehmesser oder Schneid-Set

Notwendig sind für den Anfang genau zwei Dinge: ein Messerstift und eine Schneideunterlage. Wer beides noch nicht besitzt, startet am einfachsten mit einem Schneid-Set. Darin kommen Messer, Unterlage und Ersatzklingen zusammen. Das Heyda Schneid-Set enthält zum Beispiel eine Unterlage im Format 19 x 23 cm, ein Messer und sechs Ersatzklingen.

Ein einzelner Messerstift ist sinnvoll, wenn schon eine Unterlage im Haus ist oder ein zweites Messer für Schule und Zuhause gebraucht wird. Das 360-Grad-Drehmesser lohnt sich je nach Projekt. Bekommt die Martinslaterne im Herbst Fenster mit runden Bögen, folgt der Drehkopf einfach der Vorzeichnung, ohne dass Dein Kind das Blatt ständig drehen muss.

Schneideunterlage: Format, Stärke und Aufbau

Eine Schneideunterlage sollte etwas größer sein als das größte Blatt, das darauf bearbeitet wird. Das Format 30 x 22 cm nimmt ein DIN-A4-Blatt vollständig auf, so wie bei der Heyda Schneidunterlage. Die Größe 19 x 23 cm reicht für DIN A5, Karten und kleinere Zuschnitte. Üblich sind rund 3 mm Stärke, damit die Klinge nicht bis zur Tischplatte durchdringt.

Eine gute Schneidematte besteht aus mehreren Kunststofflagen: Ein fester Kern stoppt die Klinge, eine etwas weichere Außenschicht nimmt den Schnitt auf. Eine selbstheilende Oberfläche schließt feine Schnitte wieder, sodass das Schneidemesser nicht in alten Rillen hängen bleibt. So bleibt die Matte lange glatt und die Klinge länger scharf.

Raster, Einteilung und Winkelmaße auf der Schneidematte

Ein aufgedrucktes Raster macht die Schneidematte zum Messwerkzeug. Die Einteilung in Zentimeter zeigt beim Zuschneiden sofort, ob ein Streifen wirklich 2 cm breit wird. Manche Matten ergänzen die Bemaßung um Winkelmaße, etwa für schräge Schnitte im 45-Grad-Winkel bei Sternen oder Bilderrahmen.

Eine zusätzliche Skala in Inch stammt aus dem Patchwork, wo Stoffmaße traditionell in Zoll angegeben werden. Große Patchworkmatten sind für den Rollschneider beim Stoffzuschnitt gedacht. Für Bastelarbeiten mit Tonpapier und Moosgummi im Schulalltag genügt eine kompakte Schneideunterlage.

Messerstifte gehören in ältere Hände

Messerstifte sind für Jugendliche und Erwachsene ausgelegt, jüngere Kinder arbeiten damit nur unter Aufsicht eines Erwachsenen. Die Klinge ist deutlich schärfer als jede Kinderschere und schneidet schon bei leichtem Druck. In der Grundschule bleibt deshalb eine Bastelschere das passende Werkzeug zum Ausschneiden.

Geschnitten wird immer vom Körper weg, und die freie Hand liegt hinter der Klinge. Zu Hause bekommt der Messerstift nach dem Basteln einen festen Platz außerhalb der Reichweite jüngerer Geschwister.

Vom Kunstunterricht bis zum Referatsplakat

Messerstifte spielen ihre Stärke vor allem bei Innenausschnitten aus, also überall dort, wo mitten in einer Fläche geschnitten wird. Typische Materialien sind Tonpapier, Fotokarton, Moosgummi und Transparentpapier. Im Kunstunterricht entstehen so Druckschablonen, Scherenschnitte mit feinen Stegen und Passepartouts für eigene Bilder.

Ausgeschnittene Teile werden danach meist aufgeklebt, etwa Buchstaben und Symbole auf einem Plakat. Passende Klebestifte und Bastelkleber aus der Kategorie Kleben ergänzen Messerstift und Schneideunterlage deshalb sinnvoll. Am Abend vor dem Referat liegen die fertigen Buchstaben auf dem Küchentisch, der dank der Unterlage keinen einzigen Kratzer abbekommen hat.

In vier Schritten zum passenden Schneidwerkzeug

Die passende Wahl hängt vom Alter, von den geplanten Formen und von der vorhandenen Ausstattung ab. Für Jugendliche ohne eigene Ausrüstung ist ein Set mit Messer und Unterlage der sinnvollste Start. Die folgenden Entscheidungspfade helfen bei der Auswahl.

  • Noch keine Ausstattung vorhanden - dann ein Schneid-Set wählen - weil Messer, Unterlage und Ersatzklingen aufeinander abgestimmt sind
  • Viele Rundungen geplant - dann zum 360-Grad-Drehmesser greifen - weil die Klinge Kurven von selbst folgt
  • Ganze DIN-A4-Bögen im Einsatz - dann die Schneidematte mit 30 x 22 cm nehmen - weil das Blatt vollständig aufliegt
  • Grundschulkind möchte basteln - dann bei der Bastelschere bleiben - weil Messerstifte für ältere Kinder gedacht sind

Messerstifte, Drehmesser und Schneideunterlagen stehen auf schulsachen.de gemeinsam in dieser Kategorie, sodass Du Dein Schneidwerkzeug passend zusammenstellen kannst.

Messerstifte und Schneideunterlagen FAQ - Häufige Fragen & Antworten auf einen Blick

Rund um Messerstifte und Schneideunterlagen drehen sich die meisten Fragen um Klingenwechsel, Pflege und den sicheren Transport. Die Antworten gelten für die gängigen Ausführungen im Schul- und Bastelbereich.

Zeit für eine neue Klinge ist es, sobald Schnittkanten ausfransen oder Du spürbar mehr drücken musst. Den Wechsel machst Du am besten auf der Schneideunterlage und fasst die Klinge nur am stumpfen Ende an. Bei den meisten Messerstiften hält eine Spannhülse die Klinge. Du drehst sie auf, tauschst die Klinge und drehst sie fest, bis nichts mehr wackelt.

Wenig Druck reicht: Bei Fotokarton setzt Du lieber zwei oder drei leichte Züge in dieselbe Linie als einen kräftigen Schnitt. So bleibt die Klinge in der Spur, und die Kante wird sauber. Dünnes Papier trennt meist schon ein einziger Zug. Wer zu fest drückt, verliert die Kontrolle über die Linienführung.

Gebrauchte Klingen gehören gut verpackt in den Restmüll, damit sich beim Ausleeren niemand daran schneidet. Praktisch ist die leere Kunststoffbox, in der die Ersatzklingen geliefert wurden. Alternativ wickelst Du jede Klinge fest in Klebeband ein, bevor sie im Müll landet.

Eine Schneideunterlage reinigst Du mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Spülmittel. Anschließend trocknet sie flach liegend. Gelagert wird sie ebenfalls flach, etwa in einer Schublade oder Zeichenmappe. Heizung, pralle Sonne und heißes Wasser meidest Du, weil sich Kunststoffunterlagen durch Wärme verziehen können.

Als Klebeunterlage funktioniert eine Schneideunterlage gut, weil sich Klebstoffreste von der glatten Kunststofffläche meist abwischen lassen. So streichst Du zugeschnittene Teile direkt an Ort und Stelle ein, ohne den Tisch zu verschmieren. Für Wasserfarbe oder Acryl nimmst Du besser eine eigene Malunterlage, damit sich keine Farbe in feinen Schnittrillen festsetzt.

Ein Lineal mit Metallkante führt den Messerstift am zuverlässigsten, weil die Klinge daran nicht einschneidet. An reinen Kunststofflinealen hinterlässt die Klinge schnell Kerben, und jede spätere Linie wird dadurch schief. Dein Geodreieck aus Kunststoff nutzt Du deshalb zum Anzeichnen, aber nicht als Schneidkante.

In der Schultasche reist ein Messerstift nur mit abgedeckter Klinge, am besten in einer festen Box oder einem eigenen Etui. Lose im Mäppchen kann die Spitze Stoff durchstechen oder beim Hineingreifen in die Finger geraten. Gib Deinem Kind mit, die Klinge nach dem Kunstunterricht direkt wieder abzudecken.