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Ein fester Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts

Gebraucht wird ein Vokabelheft meist ab der dritten Klasse, sobald der Fremdsprachenunterricht beginnt und neue Wörter regelmäßig im Unterricht notiert und gelernt werden.

Ein Vokabelheft ist ein liniertes Schulheft mit einer senkrechten Trennlinie, die die Seite in getrennte Spalten für die fremdsprachige Vokabel und ihre Übersetzung unterteilt. Die gebräuchlichsten Lineaturen sind Lineatur 53 mit zwei Spalten und Lineatur 54 mit drei Spalten. Für das kompakte A6-Format gibt es außerdem die Lineaturen 51 und 52.

Lineatur 51, 52, 53 oder 54

Lineatur 53 ist die gebräuchlichste Lineatur für Vokabelhefte: Eine einzige senkrechte Trennlinie teilt die Seite zweispaltig in Fremdsprache und Übersetzung. Lineatur 54 hat zwei senkrechte Linien und ist damit dreispaltig, zum Beispiel für Beispielsätze oder Lautschrift. Der Unterschied zwischen Lineatur 53 und 54 liegt also allein in der Spaltenzahl. Für die meisten Fremdsprachen reicht die zweispaltige Form aus, die dritte Spalte lohnt sich vor allem bei zusätzlichen Grammatikhinweisen.

Für das kompakte DIN-A6-Format bietet Brunnen als Hersteller zusätzlich die Lineaturen 51 und 52 an, zwei weitere Linierungen speziell für dieses kleinere Vokabelheft. Vokabelhefte mit vielen Blatt eignen sich dagegen besonders für die Oberstufe mit umfangreichem Wortschatz.

Format: A6, A5 oder A4

Vokabelhefte gibt es in den Formaten DIN A6, A5 und A4, passend zur Schultasche und zum Platzbedarf. A6 ist besonders handlich für unterwegs, A5 ist die gängige Heftgröße im Unterricht und A4 bietet mehr Platz für umfangreiche Wortlisten. Jedes Vokabelheft ist liniert, weil erst die Trennlinie zwischen den Spalten eine klare Trennung von Vokabel und Übersetzung schafft. Für die weiterführende Schule und die Sekundarstufe reicht meist das handliche A5-Format, ähnlich wie bei vielen anderen Schulheften im Fachunterricht.

Papierqualität für den täglichen Gebrauch

Für den täglichen Gebrauch zählt außerdem die Qualität des Papiers. Eine ausreichende Grammatur verhindert, dass Tinte von der Rückseite durchdrückt. Ein Tintenroller mit wasserbasierter Tinte drückt bei ausreichend dickem Papier ebenfalls nicht durch. Eine stabile Bindung hält zudem dem täglichen Wühlen im Ranzen stand. Manche Ausführungen setzen zusätzlich auf Recycling und tragen eine FSC-Zertifizierung.

Wie viele Blatt ein Vokabelheft haben sollte, richtet sich nach dem Schuljahr. Reicht der Platz nicht bis zum Schuljahresende, steht mitten im Lernstoff ein Nachkauf an.

Welches Vokabelheft zu welcher Schulphase passt

Für die Grundschule eignen sich vor allem kompakte A6-Hefte mit Lineatur 51 oder 52, weil sie leicht im Ranzen Platz finden und sich einfach mitnehmen lassen. Ab der weiterführenden Schule reicht meist Lineatur 53 für die gängigen Fremdsprachen. In der Oberstufe wächst der Bedarf an Platz für Beispielsätze und Übersetzung, weshalb dort häufiger Lineatur 54 verwendet wird. Steht die erste Vokabelabfrage einer neuen Fremdsprache an, erleichtert ein Heft mit der passenden Lineatur das Lernen von der ersten Seite an.

Für einzelne Fremdsprachen gibt es zusätzlich sprachspezifische Vokabelhefte. Diese Hefte decken vor allem Englisch, Französisch, Spanisch und Latein ab. Wer den Wortschatz mehrerer Fächer gemeinsam sammelt, greift stattdessen zu einem allgemeinen Vokabelheft, das gelegentlich auch Vokabelbuch genannt wird. Für andere Fächer bieten sich ergänzend passende Schulhefte an.

Im Unterricht, zum Nachschlagen und beim Wiederholen

Im Unterricht dient das Vokabelheft zum direkten Mitschreiben neuer Wörter aus dem Lehrwerk und weiteren Lernmaterialien, zum Beispiel von Cornelsen oder einem anderen Schulbuchverlag. Zuhause hilft es beim eigenständigen Lernen und Wiederholen der bereits eingetragenen Vokabeln, sobald das Heft aus der Schultasche kommt.

Beim aktiven Abdecken wird eine Spalte verdeckt und die passende Vokabel aus dem Gedächtnis ergänzt, bevor die nächste Zeile folgt. Diese Methode lässt sich gut mit Karteikarten kombinieren, wenn einzelne Vokabeln gezielt trainiert werden sollen. So lässt sich am Nachmittag kurz vor der nächsten Vokabelarbeit prüfen, welche Wörter schon sicher sitzen und welche noch fehlen.

In vier Schritten zum passenden Vokabelheft

Vier Kriterien helfen bei der Wahl des passenden Vokabelheftes: die Klassenstufe, das Fach, das Format und die Papierqualität.

  • Klassenstufe - bestimmt die passende Lineatur, von 51 oder 52 im A6-Format der Grundschule bis zu Lineatur 53 oder 54 danach
  • Fach oder Fremdsprache - entscheidet zwischen einem sprachspezifischen Heft für Englisch, Französisch, Spanisch oder Latein und einem allgemeinen Vokabelheft
  • Format - A6 für unterwegs, A5 für den Alltag und A4 für einen größeren Wortschatz
  • Papierqualität - eine höhere Grammatur und gegebenenfalls Recycling-Papier für den täglichen Gebrauch

Hersteller wie Brunnen bieten die Lineaturen 51 bis 54 im DIN-Format A5 und A6 in mehreren Ausführungen an, von der einfachen Variante bis zum Premium-Modell mit stabiler Bindung. Bei schulsachen.de lässt sich das passende Vokabelheft nach Klassenstufe, Fach, Papier und Format auswählen.

Vokabelheft FAQ - Häufige Fragen & Antworten auf einen Blick

Vokabelhefte werfen im Schulalltag praktische Fragen auf, die über die reine Formatwahl hinausgehen. Die folgenden Antworten ordnen Regeln, Alternativen und Grenzfälle rund ums Vokabelheft ein.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Reihenfolge: Ein Vokabelheft führt die Vokabeln in der Reihenfolge, in der sie im Unterricht vorkommen. Karteikarten lassen sich dagegen frei sortieren und einzeln nach Schwierigkeit wiederholen. Für den laufenden Unterricht eignet sich meist das Heft, für gezieltes Üben einzelner Problemwörter eignen sich Karteikarten besser.

Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht, in der Praxis verlangen aber die meisten Lehrkräfte ein Vokabelheft als festen Teil des Fremdsprachenunterrichts. Ohne eigenes Heft fehlt oft die einheitliche Struktur, mit der die Klasse gemeinsam Vokabeln wiederholt.

Für den täglichen Unterricht bleibt das Vokabelheft meist die praktischere Lösung, weil es ohne Gerät und Akku sofort einsatzbereit ist. Eine App eignet sich eher als Ergänzung für kurze Wiederholungseinheiten zwischendurch, etwa auf dem Schulweg. Im Unterricht selbst ist außerdem meist kein Handy erlaubt, das Heft schon.

Ein Vokabelheft ist speziell für Fremdsprachen mit der zweispaltigen Übersetzungslogik aufgebaut und eignet sich deshalb nicht für Mathematik oder andere Sachfächer. Für Formeln, Merksätze oder Vokabeln in Sachfächern eignet sich stattdessen ein normales Schulheft ohne feste Spalten. So bleibt die zweispaltige Struktur allein dem Sprachenlernen vorbehalten.

Rechtlich verbindlich ist das nicht, ein neues Vokabelheft liegt in der Entscheidung der Lehrkraft. Häufiger Grund ist ein einheitliches Format in der Klasse oder eine neue Lineatur nach dem Wechsel in die nächste Schulstufe. Wer unsicher ist, fragt am besten direkt im Unterricht nach dem Grund.

Ein separates Lösungsfeld ist bei klassischen Vokabelheften unüblich, die Selbstkontrolle erfolgt über die zweite Spalte. Wer eine feste Lösungsspalte möchte, findet sie eher bei speziellen Testheften, nicht beim klassischen Vokabelheft. Wichtiger als ein festes Feld ist ausreichend Platz für eine gut lesbare Übersetzung.

Eine feste Markenvorgabe ist bei Vokabelheften selten, wichtiger ist meist die passende Lineatur für Fach und Klassenstufe. Steht auf der Schulliste nur die Lineatur, zum Beispiel Lineatur 53, lässt sich der Hersteller frei wählen. Nur bei einem konkreten Markennamen auf der Liste ist die Wahl entsprechend eingeschränkt.