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Tonpapier: das Grundmaterial für Bastelarbeiten mit Kindern

Gebraucht werden Tonpapier und andere farbige Papiere vor allem im Kunstunterricht, für Bastelprojekte rund um Jahreszeiten und Feste und für selbst gestaltete Karten und Briefe.

Tonpapier ist ein farbiges Bastelpapier, das in der Masse durchgefärbt ist. Die Farbe steckt dadurch im ganzen Blatt und ist auf Vorder- und Rückseite gleich. Es ist fester als Schreib- und Kopierpapier und bleibt trotzdem deutlich biegsamer als Karton. Tonpapier gilt als Standardpapier für flächige Bastelarbeiten, bei denen das Material formbar bleiben soll.

Grammatur entscheidet: Tonpapier, Tonkarton oder Fotokarton

Das wichtigste Auswahlkriterium bei Tonpapier ist die Grammatur, also das Gewicht pro Quadratmeter. Die Grammatur bestimmt, wie steif ein Blatt ist und wofür es sich eignet. Im Bastelbedarf haben sich drei Papiersorten etabliert, die sich klar voneinander abgrenzen lassen:

  • Tonpapier - biegsam, leicht zu schneiden und zu falten - für flache Motive, Collagen und Faltarbeiten
  • Tonkarton - steifer und knickt weniger schnell - für Karten, Sterne und Fensterbilder, die stehen oder hängen sollen
  • Fotokarton - formstabil, aber mühsamer zu schneiden - für Laternen, Schultüten und Modelle mit tragender Form

Tonzeichenpapier ist eine gleichwertige Bezeichnung für Tonpapier. In englischsprachigen Bastelanleitungen heißt die schwerere Sorte Cardstock. Manche Anbieter verkaufen auch deutlich schwereres Papier unter dem Namen Tonpapier. Die Grammaturangabe auf der Verpackung ist deshalb verlässlicher als der Produktname.

Formate von DIN A4 bis zum großen Bogen

Tonpapier gibt es in drei gängigen Formaten: als Pack oder Block in DIN A4, als Pack in DIN A3 und als großen Bogen für Plakate und Wandgestaltungen. DIN A4 passt in jede Sammelmappe und in den Schulranzen. Deshalb steht dieses Format besonders oft auf der Schulliste.

Der große Bogen lohnt sich für Arbeiten wie Plakate, Wandfriese oder Klassendekorationen. Für kleinere Motive schneidest Du ihn einfach zu. Ein Tonpapierblock mit geleimtem Rand hält die Blätter zusammen, sodass beim Transport keine Ecken umknicken.

Farben, Sortimente und schwarzes Tonpapier

Tonpapier wird einfarbig und in sortierten Farben angeboten. Sortimente und Blöcke bündeln viele Farben in einem Pack, von kräftigen Grundtönen bis zu Pastell- und Erdfarben. Für den Kunstunterricht ist ein Sortiment meist die praktischere Wahl, weil ein Projekt selten nur eine Farbe braucht.

Schwarzes und weißes Tonpapier gibt es zusätzlich in Großpacks, weil beide Farben in vielen Projekten die Grundlage bilden. Schwarz dient als Hintergrund für Collagen und als Rahmen für Fensterbilder. Weiß trägt Beschriftungen und Details. Neben den Grundfarben gibt es Tonpapier auch in Gold und Silber, matt oder glänzend.

Tonpapier vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule

Für Kinder im Kindergarten und in der Grundschule ist Tonpapier das passende Bastelpapier, weil es sich mit einer Kinderschere ohne großen Kraftaufwand schneiden lässt. Der dickere Fotokarton ist für kleine Hände dagegen deutlich mühsamer. Ein A4-Sortiment ist deshalb in der Grundschule oft Teil der Schulliste.

Sinnvoll ist ein zusätzlicher Bogen in Schwarz oder Weiß, wenn die Lehrkraft Hintergründe oder große Flächen vorgibt. Ab der weiterführenden Schule hängt der Bedarf stärker vom jeweiligen Kunstprojekt ab. Tonpapier bleibt dann vor allem für Collagen und Entwürfe im Einsatz.

Zuhause zeigt sich der Vorteil der dünnen Stärke am Küchentisch. Das Kind schneidet die Krone für den eigenen Geburtstag allein aus, und niemand muss an den Zacken nachhelfen. So bleibt der Bastelspaß ganz beim Kind.

Laterne, Schultüte, Fensterbild: Tonpapier im Bastelalltag

Tonpapier eignet sich für Bastelarbeiten, bei denen flache Teile ausgeschnitten, gefaltet oder aufgeklebt werden. Typische Einsatzbereiche sind Fensterbilder, Faltkarten und Scherenschnitte. Dazu kommen Faltsterne und Dekorationen für Jahreszeiten und Feste. Bei der Kartengestaltung falten Kinder das Blatt mittig und bekleben die Vorderseite mit Motiven aus Tonpapier oder glänzendem Buntpapier. Bei Laternen und Schultüten bildet meist Fotokarton den stabilen Körper, die Motive darauf schneiden Kinder aus Tonpapier.

Zum Aufkleben reicht bei Tonpapier ein Klebestift oder Bastelkleber aus dem Bereich Kleben, weil das Papier leicht ist und flach aufliegt. Flüssigen Kleber trägst Du besser sparsam auf, sonst wellt sich das dünne Blatt.

Im November hängt dann die Laterne mit den Tonpapier-Sternen im Flur. Jeder Besuch erfährt als Erstes, welchen Stern das Kind selbst aufgeklebt hat.

Glanzpapier und Briefpapier als Ergänzung zu Tonpapier

Zur Kategorie gehören auch farbige Spezialpapiere für bestimmte Bastel- und Schreibanlässe. Gummiertes Glanzpapier von Pelikan hat eine glänzende Vorderseite und eine gummierte Rückseite, die ohne zusätzlichen Kleber hält. Es eignet sich für Collagen, Dekorationen und leuchtende Akzente auf Tonpapier.

Briefpapier mit Motiv eignet sich für Kinder, die gern Briefe und kleine Grüße schreiben. Das TOPModel Briefpapier im Tiger-Design richtet sich an Grundschulkinder und kommt in einer Fächermappe, die das Papier geordnet aufbewahrt. So landet der Brief an die Großeltern nicht zerknittert im Umschlag.

Welche Stifte und Farben auf Tonpapier halten

Auf Tonpapier halten trockene Maltechniken am besten: Wachsmalstifte, Buntstifte und Filzstifte. Die gleichmäßige Mattung und die leicht raue, saugfähige Oberfläche nehmen ihre Farbe gut auf. Wasserfarbe funktioniert nur sparsam aufgetragen, denn das dünne Papier wellt sich schnell, wenn viel Wasser darauf kommt.

Auf dunklem Tonpapier leuchten helle Farben nur, wenn sie kräftig aufgetragen werden. Ein bewährter Trick ist, die Flächen zuerst mit weißem Wachsmalstift vorzumalen. Gelb und Orange bleiben so auch auf schwarzem Tonpapier gut sichtbar.

In wenigen Schritten zum passenden Papier

Das passende Tonpapier ergibt sich aus dem Verwendungszweck, dem Format der Schulliste und der Stabilität, die das fertige Stück braucht. Für die meisten Aufgaben in der Grundschule reicht ein A4-Sortiment in gemischten Farben. Vier Entscheidungspfade helfen bei der Auswahl:

  • Wenn die Schulliste Tonpapier nennt - dann das dort angegebene Format und die Farbzahl wählen - weil die Lehrkraft ihre Projekte darauf abstimmt
  • Wenn ein Plakat oder Wandfries geplant ist - dann große Bogen nehmen - weil sich große Flächen ohne Klebenähte gestalten lassen
  • Wenn Dein Kind gern Briefe schreibt - dann Briefpapier mit Motiv wählen - weil Lieblingsmotiv und Aufbewahrung in einer Mappe zusammenkommen
  • Wenn das Bastelstück stehen oder tragen soll - dann zu Tonkarton oder Fotokarton greifen - weil dünnes Tonpapier unter eigenem Gewicht nachgibt

Auf schulsachen.de bekommst Du Tonpapier, Glanzpapier und Briefpapier zusammen mit Schere und Kleber für das nächste Projekt.

Tonpapier FAQ - Häufige Fragen & Antworten auf einen Blick

Rund um Tonpapier tauchen beim Basteln immer wieder praktische Fragen auf. Die Antworten unten betreffen vor allem das Kleben und Falten, das Lagern und Bedrucken und die Haltbarkeit der Farben am Fenster.

Tonpapier ist deutlich fester als Buntpapier und auf beiden Seiten farbig. Buntpapier wie Glanzpapier ist dünner, oft nur einseitig gefärbt und hat eine glatte Oberfläche. Für feine Faltarbeiten nimmst Du eher Buntpapier. Motive, die ihre Form halten sollen, gelingen mit Tonpapier besser.

Gummiertes Glanzpapier klebt, wenn Du die Rückseite leicht anfeuchtest, am besten mit einem feuchten Schwamm statt direkt unter dem Wasserhahn. Danach drückst Du das Stück kurz fest auf den Untergrund. Zu viel Wasser lässt das dünne Papier wellen und die Klebeschicht verlaufen. Ein kleiner Schwamm im Wasserbecher auf dem Basteltisch reicht Kindern dafür völlig aus.

Tonpapier bleicht am Fenster aus, weil die UV-Strahlung im Sonnenlicht die Farbstoffe im Papier nach und nach abbaut. Das betrifft alle farbigen Papiere und ist kein Qualitätsmangel. Fensterbilder, die länger hängen sollen, platzierst Du am besten an einem Fenster ohne direkte Mittagssonne. Alternativ tauschst Du die Motive einfach mit der Jahreszeit aus.

Eine saubere Faltkante gelingt bei Tonpapier, wenn Du die Linie vorher an einem Lineal entlang mit einem leeren Kugelschreiber vorritzt. Das Papier knickt dann genau an der gewünschten Stelle und franst an der Kante nicht aus. Den Falz streichst Du anschließend mit dem Fingernagel oder einem Falzbein glatt. Für Kinder ist das Vorritzen ein Schritt, den sie schnell selbst übernehmen.

Am besten lagerst Du Tonpapier flach liegend, trocken und lichtgeschützt, zum Beispiel in einer Sammelmappe oder Schublade. Aufrecht gestellte Blätter biegen sich mit der Zeit durch, und Feuchtigkeit macht sie wellig. Große Bogen rollst Du besser nicht auf. Einmal gerolltes Tonpapier lässt sich später nur schwer wieder flach auf den Basteltisch legen.

Viele Heimdrucker bedrucken Tonpapier im Format DIN A4, sofern sie etwas festeres Papier einziehen können. Die zulässige Grammatur steht im Handbuch des Druckers oder am Papierfach. Auf dunklen Farben wie Schwarz oder Dunkelblau ist schwarze Druckfarbe kaum zu erkennen. Für ausgedruckte Schablonen und Ausmalvorlagen eignen sich deshalb helle Töne wie Weiß, Gelb oder Hellblau.

Tonpapier aus Recyclingpapier erkennst Du an einer konkreten Herstellerangabe auf Verpackung oder Block, etwa zum Anteil an Altpapier. Ein unabhängiger Nachweis ist das Umweltzeichen Blauer Engel, das nach festgelegten Kriterien vergeben wird. Allgemeine Hinweise wie „umweltfreundlich“ ohne nähere Angabe sagen dagegen wenig darüber aus, woraus das Papier tatsächlich besteht.