Vom ersten Schnitt am Basteltisch bis zur sauberen Linie im Unterricht
Am Basteltisch liegt buntes Papier bereit, und ein Kind schneidet zum ersten Mal ganz allein eine gerade Linie. Wenige Jahre später liegt dieselbe Schere im Federmäppchen und wird täglich für den Kunstunterricht gebraucht.
Scheren sind Schneidwerkzeuge aus zwei drehbar verbundenen Klingen, die Papier, Pappe und andere Bastelmaterialien mit einem geraden oder gebogenen Schnitt trennen. Für Kinder und Schule gibt es sie mit abgerundeter, halbspitzer oder spitzer Klinge, in Längen ab etwa 13 Zentimetern. Die gängigen Typen sind Kinderschere, Schulschere, Bastelschere und Büroschere.
Klingenform, Material und Griff im Blick
Bei einer Schere für Kinder zählen vor allem drei Merkmale: die Form der Klingenspitze, das Klingenmaterial und die Größe des Griffs. Eine abgerundete Klingenspitze verhindert Verletzungen beim Hantieren und eignet sich für jüngere Kinder, eine spitze oder halbspitze Klinge schneidet dagegen präziser für feine Arbeiten. Klingen aus rostfreiem Edelstahl bleiben länger scharf und lassen sich nach dem Basteln leicht abwischen.
Für sehr kleine Kinder gibt es zusätzlich Sicherheitsscheren mit federunterstützter Öffnungsunterstützung, die sich nach jedem Schnitt von selbst wieder öffnen und so die Hand entlasten. Ein Softgrip- oder Softgriff-Kunststoff an den Schneideblättern sorgt zusätzlich dafür, dass die Schere auch bei feuchten oder kleinen Händen nicht wegrutscht.
- Klingenform - abgerundet, halbspitz oder spitz - für Sicherheit bei Kleinkindern oder genaues Schneiden ab der Schule
- Material - rostfreier Edelstahl - bleibt lange scharf und lässt sich leicht reinigen
- Griff - Softgriff aus Kunststoff - liegt auch in kleinen Händen sicher
- Händigkeit - eigene Klingen und Grifflöcher - für Links- und Rechtshänder
Kinderschere, Schulschere, Bastelschere oder Büroschere im Unterschied
Die vier gängigsten Typen unterscheiden sich vor allem in Größe, Klingenspitze und Einsatzzweck. Für den Kindergarten eignet sich eine kleine Kinderschere mit rund abgeschlossener Spitze, für die Grundschule eine Schulschere wie das griffix-Modell mit angepasster Grifföffnung. Eine Bastelschere für zuhause und eine größere Büroschere für Erwachsene ergänzen das Sortiment.
- Kinderschere - abgerundete Spitze, kompakte Größe - für Kita und Vorschule
- Schulschere - spitze Klinge, ergonomischer Griff - für Grundschule und weiterführende Schule
- Bastelschere - robustere Klinge für dickeres Papier und Pappe - für Bastelprojekte zuhause
- Büroschere - längere Klinge, kräftiger Schnitt - für Eltern und größere Schneidearbeiten
Eine altersgerechte Grundschere ist meist die einzige notwendige Anschaffung. Eine zweite Schere mit Motiv, etwa von TOPModel, ergänzt das Sortiment nach Geschmack. Auch verspielte Formen wie eine Tierschere mit geschwungener Klinge für Wellenschnitte gehören zu den beliebten Ergänzungen für die Vorschule. Viele Kinderscheren sind zudem farblich sortiert, was die Zuordnung zum eigenen Kind erleichtert.
Griffgröße und Klingenlänge für kleine Kinderhände
Die Griffgröße entscheidet, ob ein Kind die Schere sicher öffnen und schließen kann. Für Kita-Kinder passen kleine Fingerlöcher mit weichem Rand, für Schulkinder reichen meist 13 bis 13,5 Zentimeter Klingenlänge in einer ergonomischen Ausführung. Zu kleine Grifflöcher drücken, zu große lassen die Schere im Griff kippen. Weil Kinderhände in wenigen Jahren deutlich wachsen, lohnt sich beim Nachkauf ein Blick auf die Zentimeterangabe statt allein auf das Alter.
Im Kunstunterricht, beim Basteln und im Familienalltag
Eine Schere kommt überall dort zum Einsatz, wo Papier, Pappe oder Fotokarton in Form gebracht werden. Das reicht vom Kunst- und Werkunterricht über das Basteln zuhause bis zum Zuschneiden von Geschenkpapier. Auch als Teil des Zeichen- und Bastelzubehörs im Kinderzimmer gehört sie zur Grundausstattung. Wer ausgeschnittene Formen anschließend festklebt, findet passendes Klebematerial in der Kategorie Kleben.
Im Unterricht schneidet ein Kind sein selbst gemaltes Bild exakt an der Linie aus, ohne dass der Rand ausfranst. Zuhause wird die Schere gebraucht, wenn am Nachmittag ein Laternenumzug ansteht und Transparentpapier in Form geschnitten werden muss.
Für feine Schnittkanten an Karton oder Fotokarton, die eine Schere nicht sauber schafft, sind Cuttermesser die praktischere Ergänzung.
In drei Schritten zur passenden Schere
Die Wahl gelingt in drei Schritten: zuerst das Alter und die Handmotorik des Kindes einschätzen, dann zwischen runder, halbspitzer und spitzer Klinge entscheiden, zuletzt die passende Griffgröße und die Händigkeit berücksichtigen. Für Linkshänder lohnt sich immer eine eigene Linkshänderschere statt der gespiegelten Nutzung einer Rechtshänder-Schere. Wer unsicher ist, wählt eine mittlere Größe von 13 Zentimetern, die für die meisten Grundschulkinder passt.
Bei schulsachen.de finden sich Kinderscheren, Schulscheren und Linkshänder-Modelle in einer Übersicht.
Rund um die Schere für Kinder und Schule tauchen im Alltag ähnliche Fragen immer wieder auf, von der passenden Altersstufe bis zur richtigen Pflege. Die folgenden Antworten ergänzen die Auswahlkriterien und Varianten aus der Kategorie um praktische Details für zuhause und die Schule.
Erste Sicherheitsscheren mit abgerundeter, teils sogar stumpfer Spitze eignen sich schon ab etwa drei Jahren für dünnes Papier. Mit dem Schulstart wechseln die meisten Kinder zu einer Schulschere mit spitzerer Klinge, die exaktere Schnitte entlang einer Linie ermöglicht. Wie schnell dieser Wechsel sinnvoll ist, hängt von der Feinmotorik des einzelnen Kindes ab.
Bei einer Linkshänderschere liegt die obere Klinge auf der anderen Seite, sodass Du beim Schneiden die Linie und das Ergebnis direkt siehst. Bei einer normalen Rechtshänderschere verdeckt die Hand eines linkshändigen Kindes genau diese Sicht, und die Klingen drücken das Papier eher auseinander statt sauber zu trennen. Deshalb lohnt sich die eigene Ausführung, sobald die Händigkeit Deines Kindes feststeht.
Eine spitze Schere eignet sich weniger für sehr kleine Kinder, die die Klinge noch nicht kontrolliert führen. In diesem Alter sinkt das Verletzungsrisiko mit einer runden, vollständig abgerundeten Spitze deutlich stärker als mit einer nur leicht angeschrägten Klinge. Ab dem Schulstart reicht die Feinmotorik meist aus, um sicher mit einer spitzeren Klinge zu arbeiten.
Eine Kinderschere ist nicht mehr sicher, wenn die Spitze durch Stürze verbogen oder die Beschichtung der Klinge abgeplatzt ist. Auch eine locker gewordene Verbindungsschraube oder Rost auf der Klinge sind ein Signal zum Austausch. Prüfe das am einfachsten, indem Du die Schere kurz öffnest und schließt und dabei auf Klemmen oder Wackeln achtest.
Am einfachsten wischst Du die Klingen nach dem Basteln mit Klebe- oder Farbresten sofort mit einem feuchten Tuch ab, damit nichts antrocknet. Rostfreier Edelstahl verträgt gelegentliches Abspülen, sollte danach aber trocken gerieben werden. Ein Tropfen Nähmaschinenöl am Gelenk hält die Schere leichtgängig, wenn sie schwerer schließt als zu Beginn.
Nein, für die ersten Schneidversuche ab etwa drei Jahren reichen auch Kunststoffklingen, die nur dünnes Papier durchtrennen und kaum verletzen können. Sobald Karton, Fotokarton oder mehrere Lagen Papier geschnitten werden sollen, schneidet eine Klinge aus rostfreiem Edelstahl sauberer und hält länger scharf. Für die Schule empfiehlt sich deshalb spätestens ab der ersten Klasse eine Metallklinge.
Meist klemmt eine Schere, wenn sich Kleberreste oder Papierfasern im Gelenk festgesetzt haben. Löse das Gelenk vorsichtig mit einem Wattestäbchen und etwas Spülmittel und lasse es anschließend trocknen. Schneidet die Schere danach immer noch schwer, hilft ein Tropfen Nähmaschinenöl, oder Du prüfst, ob die Verbindungsschraube zu fest oder zu locker sitzt.